Τρίτη 20 Μαΐου 2008

Македонија је Грција

Few people know what is going on in the Balkans at this moment.The history of the home of modern civilisation, Greece, is about to be changed by some bureaucrats for the sake of stability in the region. But stability cannot be achieved if we let the state of Skopje call itself 'Macedonia' in any way. Macedonia was the home of Alexander the Great, and the Macedonian kingdom, like Sparta, Athens and other Hellenic city-states, which all go back over 3000 years, composed the Hellenic Nation, the one you all know as Greek. They all took part in the, restricted to Hellenes, Olympic Games and their language, culture, religion, art and history were Greek. In times of Alexander, and throughout many wars and fights, Macedonia, expanded and reached the Middle East and Northern Africa. Therefore, many foreign people have experienced Macedonian sovereignty; the fact that the Skopjean State occupies a part of the ancient Macedonian territory is true, and the fact that, in parts of Skopje, you can find Macedonian exhibits is equally undeniable.In modern times, Greece has been restricted to its actual territory, due to significant disputes over territory and minorities in the Balkans, which ended up in long negotiations and treaties aiming at stability in the area.Greece could claim those Macedonian territories, could demand any ancient Macedonian territory's annexation. BUT WE DON'T. We don't threaten anyone, we don't claim anything. We protect our rights!In the past century, Greek governments and politicians have done nothing but incline to any foreign demand. In 1944, nothing was done when Yugoslavia was divided into six semi-autonomous provinces/"republics" and the province of southernmost Yugoslavia, which until then had only been known as 'Vardarska', was suddenly renamed 'Macedonia'. In the 1990's, nothing was done when Skopje was formally recognized by the United Nations as the 'Former Yugoslav Republic of Macedonia' (F.Y.R.O.M.).But, this has proven to be far more than a superficial name problem. To those who say "what's in a name? too much fuss over nothing", there's nothing really in a name; there are many cities called Athens in the world(Athens is the Greek Capital and an ancient Greek Goddess of wisdom)... many Alexandrias as well (cities founded by Alexander the Great)! The point is in the effort that the actual state of FYROM, former Skopje and ex-county of Vardaska is making to distort historical facts, deny Greek History, claim our heroes and territories to be theirs etc etc. Here is what some of them have said in the past..."We are not related to the northern Greeks who produced leaders like Philip and Alexander the Great ...our language is closely related to Bulgarian... there is some confusion about the identity of the people of this country."[FYROM's Ambassador to Canada, Gyordan Veselinov in an interview with the Ottawa Citizen, 24 February 1999]"We came to this area in the sixth century... we are not descendants of the ancient Macedonians." [FYROM'S President Mr. Kiro Gligorov, Foreign Information Service Daily Report, Eastern Europe, February 26, 1992, p. 35.]Therefore, why do they insist on adopting the word 'Macedonia' into the name of their country? Why did they rename their airport “Alexander the Great”?… This is a unique case, one of the greatest attempted frauds in History.Please invite friends to join and sign our petition in order to stop this masquerade.Just think for a moment that this so called "stability effort", "democracy vindication", these history-twisting world treaties may affect YOUR country as well some day.. if it hasn't already...------------------------------------------MANY OF YOU HAVE ALREADY CONTACTED US ABOUT THE COUNTRY FIELD CHOICE OF MACEDONIA (F.Y.R.O.M.). We have contacted 'GoPetition' and the initial Macedonia choice was replaced by this latest version. Most countries around the world have recognized Skopje as Republic of Macedonia (R.O.M.), so the international standards hold to that name for present. The purpose of this petition is to stop F.Y.R.O.M.'s negociations with the E.U., so that, if they wish to be admitted, they will be obliged to change their name. ANY OTHER SITE WOULD HAVE PROPOSED THE SAME CHOICE IN THE COUNTRY FIELD. Thank you all for your comprehension.

Τετάρτη 23 Απριλίου 2008

Diese Menschen sind voll mit Propaganda gefüttert worden.

Mir tun diese Kinder besonders leid, da sie vom Staat systematisch indoktriniert werden und garnicht die Chance bekommen die geschichtliche Wahrheit zu sehen. Durch diese Propaganda steigt bei denen der Hass und die Wut ins Unermessliche. Sie müssen sich endlich ihrer slawischen Wurzeln bewußt werden und mit dem Geschichtsklau aufhören. Nicht umsonst wird Fyrom von allen Staaten getadelt und gerügt.

Makedonien ist ein griechischer Name,

Makedonien ist ein griechischer Name, der bereits fur die nordliche griechische Provinz Makedonien und die Region Makedonien verwendet wird. Der Name hat einen griechischen Ursprung und die Bewohner der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik sind Slawen. Zudem umfasst das Staatsgebiet der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik grosstenteils kein Gebiet, das zum ursprunglichen historischen Gebiet Makedoniens zahlte. In der Antike nannte man dieses Gebiet, in dem auch die Hauptstadt Skopje liegt, ursprunglich Paonien/ Paionien/ Paionia. Die Verwendung des Namens Mazedonien stelle eine Usurpation fremder Geschichte und Kultur dar. Dies geschehe aus politischen Grunden, um sich von den benachbarten Bulgaren abzugrenzen und ein identitatsstiftendes Nationalgefuhl begrunden zu konnen, das die Grundlage fur die Existenz des neuen Staates sein soll.



Der an Griechenland gefallene Teil Makedoniens war von griechischen Makedoniern (Griechen) 43 %, Türken 22 %, Pomaken (bulgarischsprechenden Muslimen), Bulgaren und Slawen (den heutigen slawischen Mazedoniern), Vlachen und Ladino-sprechenden Juden bewohnt. Bulgaren und slawische Mazedonier, die damals noch nicht getrennt erfasst wurden, machten etwa 20%-25 % der Bevölkerung aus. ..." Hier steht es also doch. Auch in einem deutschen Text! Die heutigen slawischen "Mazedonier" waren zur Zeit der Befreiung Makedoniens Bulgaren bzw. Slawen und nur 20 - 25 % der Bevoelkerung Makedoniens waehrend die Makedonen, naemlich die Griechen Makedoniens ueber 43 % betrug. Niemals gab es eine mazedonische Nation in der Geschichte der Menschheit. Es gab lediglich 1944 den Versuch eines Diktators und Kroaten namens Tito aus der suedserbischen Vardarska Banovina einen Staat mit dem griechischen Namen Mazedonien und eine Nation mit dem gleichen Namen zu zaubern. Wie man hier in vielen Texten lesen kann, ist dieser Versuch fehlgeschlagen. Die Umsetzung in die Praxis wird der Kosovo vormachen. Der zukuenftige griechische Regierungsbezirk Nordmakedonien mit Monastiri als Hauptstadt wird neben den seit langem bestehenden griechischen Regierungsbezirken Westmakedonien (Hauptstadt Kastoria), Zentralmakedonien (Hauptstadt Thessaloniki) und Ostmakedonien (Hauptstadt Kavala)! Das zukuenftige Skoplje wird Bezirkshauptstadt der neuen serbischen Provinz Vardarska sein!

makedonien und die SKOPJER

Diese Seite ist vorgesehen um die Herkunft der Slaven aus FYROM und die historischen Gegebenheiten unter denen die ersten Anzeichen für den ethnisch künstlichen "Makedonismus" im 19. Jahrhundert, darzustellen und zu erläutern. Diese Makedonisten werden definiert als eine Gruppierung die einen autonomen oder unabhängigen makedonischen Staat favorisiert. Als folge dieser Idee wurde eine Trennung von der Slavo-Bulgarischen Identität in der Region Makedonien vorangetrieben. Im zuge dieser Trennung entstand die Idee eines slawischen "makedonischen ethnos" und sogar die Idee von einer "makedonischen" Identität und Sprache. Diese Ideologie nahm das historische Erbe der Region um es für seine Zwecke zu nutzen. Diese Ideologie fand später größeren Anklang nachdem sich kommunistische Parteien auf dem Balkan in den 1930ern seiner annahmen. Unter dem wachenden Auge der Sowjets wurde sie übernommen und benutzt.Im Jugoslawien unter dem Partisanenführer Josip Broz Tito, fand diese Ideologie nun, nach dem Ende des 2. Weltkriegens, auch ins Bewusstsein der ganzen slawischen Bevölkerung des Jugoslawischen-Makedoniens. Dies gipfelte in die heutige Situation in der die Slawen aus FYROM ein "Mazedonisches" Nationalitätsbewusstsein haben. Ein Nationalitätsbewusstsein das über ein Jahrhundert hinweg konstruiert wurde und nun eine historische und politische Ausmaße angenommen hat.Primär und sekunder Quellen werden bezüglich dieser Aussage noch Folgen.Überblick auf die slawische Migration auf den Balkan und Makedonien
Die Slawen erreichten die Region nachdem sie die Donau, zwischen den 6. und 7. Jahrhundert n.Chr., überquerten. Die Bewohner Makedoniens waren überwiegend Griechen, Vlachen und Albaner. Später, unter Osmanischer Herrschaft, kamen hier noch türkische Siedler und Roma hinzu. Nach der Migration der Slawen wurden diese in der Vardar Region (dem heutigen FYROM) in den Statistiken als ethnische Bulgaren erfasst. Weiter nördlich, um Skopje herum gab es ausserdem große Serbische einflüsse.Die slawischen Migrationen fanden ca. 1000 Jahre nach der Zeit des Antiken Königreich Makedoniens statt, ein Fakt der bezeichnender weise von revisionistischen Historikern FYROMs ignoriert wird. Diese proklamieren eine slawische Makedonische Identität die seid über 2000 existieren soll und eine angebliche Kontinuität bis hin zum antiken Makedon aufweisen soll. Wie auch immer, wir werden nicht weiter auf dieses Faktum einhämmern da wir uns mit der Herkunft der FYROM und seiner "makedonischen" ethnogenesis befassen wollen. Eine ethnogenesis die mehr als ein Millenium nachdem die ersten Slawen die Region erreichten stattfand.Einführung - EthnogenesisEs ist Fakt dass die slawische Bevölkerung FYROMs nun eine künstlich geschaffene "ethnisch makedonische" Identität besitzt was wir historischen und politischen Gründen verdanken. Dieses politische Durcheinander beinhaltet die interessen in Makedonien, die agressiv ausgefochten wurden durch die Russen, Austro-Ungarn und dem Osmanischen Reich ebenso wie von dem bilden der Nationalstaaten; Griechenland, Serbien und Bulgarien.
Die ersten spuren des "Makedonismuses" können gefunden werden in der/dem mitte/ende des 19. Jahrhunderts. Damals noch eine Ideologie mit wenig Einfluss auf die slawische Bevölkerungs Makedoniens. Das Ergebnis dieser Umstände ist die Makedonien-Frage in der Form in der sie von den revisinistischen Historikern FYROMs vertreten wird und der wir uns heute konfrontiert sehen.Diese historischen Umstände, unter denen die slawisch-Makedonsiche Ideologie konstruiert wurde, gipfelte im Jahr 1944. Es war in dieser Zeit, den letzten Atemzügen des 2. Weltkrieges als die Situation eine dramatische Wendung erfuhr und das konstruieren des "makedonischen Ethnos" zur Vollendung brachte. Tito, in Kriegszeiten Partisanenführer, übernahm nun den "Makedonismus" für seine politischen und expansionistischen Zwecke; Belgrads und Moskaus Ziel war hierbei den griechischen Teil Makedoniens unter ihre Kontrolle zu bringen und so über den Hafen von Thessaloniki Zugang zur Ägäis zu erhalten. Als erste Maßnahme der KPJ (Kommunistischen Partei Jugoslawiens), nach der übernahme Jugoslawiens, wurde hierführ die Vardar Region Jugoslawiens umbenannt in "Sozialistische Teilrepublik Makedonien" und eine Makedonische Scheinregierung eingesetzt in Skopje. Hierzu ein beispiel aus den ersten Stufen der Ethnogenesis aus dem Jahr 1888:In einem Brief an Prof. Marin Drinov am 25. May 1888, schreibt Kuzman Shapkarev[....]Viel merkwürdier ist dabei der name "Makedonier", der uns vor ca 10-15 von Fremden auferlegt und nicht von unseren eigenen Intellektuellen....dabei wissen die Menschen Makedoniens nichts über diesen antiken Namen, der heute wiedereingeführt wurde auf der einen seite mit einem klugen Ziel und einem dummen auf der andern seite mit deinem dummen. Sie kennen das ältere Word: "Bugari", wenn auch falsch ausgesprochen: Sie haben es angenommen als Ihres, nicht anwendbar für andere Bulgaren. Mehr darüber steht in den Einleitungen der Bücher die ich dir zukommen lasse. Sie nennen ihren eigenen Mazedono-Bulgarischen Dialekt die "Bugarski Sprache", während sie den Rest der bulgarischen Dialekt "Shopski Sprache" nennen.(Makedonski pregled, IX, 2, 1934, p. 55; der original brief befindet sich im Marin Drinov Museum in Sofia, und ist zugänglich für Untersuchungen und Nachforschungen)das Original auf Bulgarisch:"No pochudno e imeto Makedonci, koeto naskoro, edvay predi 10-15 godini, ninatrapiha i to otvqn, a ne kakto nyakoi mislyat ot samata nashainteligenciya... Narodqt obache v Makedoniya ne znae nishto za tovaarhaichesko, a dnes, s lukava cel ot edna strana, s glupeshka ot druga,podnoveno prozvishte; toy si znae postaroto: Bugari, makar i nepravilnoproiznasyano, daje osvoyava si go kato sobstveno i preimushtestveno svoe,nejeli za drugite Bqlgari. Za tova shte vidite i v predgovora na izpratenitemi knijici. Toy naricha Bugarski ezik svoeto Makaedono-bqlgarsko narechie,kogato drugite bqlgarski narechiya naricha Shopski."------------------------------------------------Das ist eine übersetzung eines Beitrages vom User "Voulgaroktonos" um die informationen seiner Arbeit auch auf deutsch zugänglich zu machen, fortsetzung folgt

das Land "FYROMazedonien"

das Land "FYROMazedonien" ist ein faschistischer staat mitten in europa. Die Kinder in den Schulen werden mit Lügen fanatisiert. Man sagt ihnen sie seien keine Slaven sondern von den alten Makedoniern. Es wird ihnen beigebracht griechen zu hassen weil sie die Nachfahren der alten Makedonen sind. Auch wird ihnen beigebracht Bulgaren zu hassen, damit sie nicht ihre Wurzeln kennenlernen. Eine "Hitlerjugend" wird herangezüchtet mitten in Europa. Es ist ein Verbrechen an die europäische Kultur!!!!

Η μεγάλη Ελληνική μειονότητα της Τουρκίας

  1. Η μεγάλη Ελληνική μειονότητα της Τουρκίας20 03 2008
    _______Άρθρο του Χρηστάκου Δόλοπα, στο περιοδικό «Ενδοχώρα».
    Ο αρχηγός της ΜΙΤ (Τουρκική Μυστική Υπηρεσία Πληροφοριών), στρατηγός Τεομάν Κομάν, στις 11 Φεβρουαρίου 1992, έκανε δημοσίως δηλώσεις εναντίον της τουρκικής κυβερνήσεως, στο θέμα της αντιμετωπίσεως των Κούρδων. Ο Τεομάν Κομάν κατηγόρησε ευθέως την κυβέρνηση συνασπισμού Ντεμιρέλ-Ινονού, ότι δείχνει ανοχή απέναντι στους Κούρδους. Οι κατηγορίες και οι δηλώσεις του έφεραν το αποτέλεσμα: στο τελευταίο δεκαήμερο του Μαρτίου (21), άρχισε ο στρατός μία νέα γενοκτονία σε βάρος των Κούρδων, που μάλιστα συμμετείχαν στην κυβέρνηση, στηρίζοντάς την με 18 βουλευτές, που ανήκουν στο Εργατικό Κόμμα του Τουρκικού Κουρδιστάν (αρχηγός ο Αμπτουλλάχ Οτσαλάν).

    Στην Τουρκία ζουν σήμερα οι απόγονοι του αρχαίου λαού των Καρδούχων, οι Κούρδοι, που αριθμούν 12.000.000 ή κατ’ άλλους 16.000.000, χωρίς ελευθερίες, χωρίς δικαιώματα, χωρίς το δικαίωμα για αυτοδιάθεση. Ζουν κάτω από σκλαβιά (απάνθρωπη μεταχείριση, βία, μετατοπίσεις, εκτοπίσεις πληθυσμιακές) και υφίστανται από το 1821 μία συνεχή γενοκτονία, διότι αν και Μουσουλμάνοι δεν αφομοιώνονται με τους Τούρκους. Όταν ανέλαβαν την εξουσία οι Νεότουρκοι-Κεμαλικοί στην Τουρκία, παγιώθηκε η Παντουρκική-Παντουρανική ιδεολογία, που βασίζεται στη καταπίεση, αρχικά θρησκευτική, μετέπειτα γλωσσική και εάν υπάρχει αντίδραση, τότε εφαρμόζεται η γενοκτονία. Στη συνέχεια εφαρμόζεται η πολιτισμική γενοκτονία, με τελικό σκοπό την αφομοίωση.

    Μετά την γενοκτονία των Αρμενίων, σειρά είχαν οι Έλληνες και από το 1922 οι 47 μικρές εθνότητες που κατοικούν στη Τουρκία και η κουρδική μειονότητα, που είναι πληθυσμιακά πολύ μεγάλη και δεν είναι δυνατόν να εξαφανιστεί αυτοστιγμεί.

    Ο Ντεμιρέλ, το 1991, είπε: «Η παραχώρηση δικαιωμάτων στους Κούρδους θα αποτελέσει την απαρχή της διαλύσεως της Τουρκίας, που έχει 27 εθνότητες».

    Το 1986, το Πανεπιστήμιο της Βόννης (και ειδικά το Πανεπιστήμιο του Τύμπιγκεν) έκανε μία εθνολογική έρευνα στην Τουρκία με εμπόδια, παρεμβάσεις και χωρίς βοήθεια από την τουρκική κυβέρνηση. Όμως οι Γερμανοί και οι ’γγλοι εθνολόγοι του Πανεπιστημίου της Βόννης βρήκαν στην Τουρκία να κατοικούν 47 εθνότητες, που δεν έχουν καμιά φυλετική-εθνική σχέση με τους Τούρκους, παρά μόνο με την γλώσσα, που τους την επιβάλλουν.

    Θρησκευτικά, η πλειοψηφία των είναι Μουσουλμάνοι, αλλά έχουν κάποιες ιδιαιτερότητες δοξαστικές από τους Τούρκους. Από πολιτιστικής πλευράς, μπορούμε να πούμε ότι έχουν την δική τους κουλτούρα και τα δικά τους ήθη, έθιμα και λαϊκές παραδόσεις, την δική τους μουσική, χορό και τραγούδια, που δεν έχουν καμία σχέση με τα Τουρκικά. Το 1914-19, στην Μικρά Ασία, Αρμενία, Κουρδιστάν, ο πληθυσμός ήταν 12.512.846 κάτοικοι. Στην Μ. Ασία οι Τούρκοι-Οθωμανοί ήσαν 1.802.697 και στις περιοχές Αρμενίας-Κουρδιστάν μόνον 30.500 σε σύνολο πληθυσμού 2.644.140 κατοίκων (τα στοιχεία από την Διάσκεψη Παρισίων Σεβρών). Δηλαδή οι Τούρκοι-Οθωμανοί ήσαν το 15% του πληθυσμού στην Μ. Ασία, που προσπαθεί σήμερα να εκτουρκίσει όλες τις άλλες εθνότητες.


    Οι εθνολόγοι του Πανεπιστημίου της Βόννης, ανάμεσα στις 47 μικρές εθνότητες που κατοικούν στην Τουρκία, ανακάλυψαν και τους Ελληνόφωνους Μουσουλμάνους-Κρυπτοχριστιανούς, που κατοικούν στον Πόντο. Επίσης και τους Τουρκόφωνους Μουσουλμάνους Ελληνικής εθνικής συνειδήσεως. Μόνο το Ελληνικό κράτος ακόμη δεν τους έχει ανακαλύψει, διότι αρνείται την ύπαρξή των! Ίσως ακόμη η θέση της σημερινής Ελλάδος έναντι των Ελλήνων της Ρωμιοσύνης, που κατοικούν έξω από τα σημερινά της σύνορα, να στηρίζεται στις αποφάσεις των συντακτών του Συντάγματος της Επιδαύρου (Α΄ Εθνική Συνέλευση, 1 Ιανουαρίου 1822), που όριζαν τα κάτωθι: «Όσοι αυτόχθονες κάτοικοι της Επικράτειας της Ελλάδος πιστεύσουσιν εις Χριστόν, εισίν Έλληνες και απολαμβάνουσι άνευ τινός διαφοράς όλων των πολιτικών δικαιωμάτων».

    Αργότερα ο Ι. Κωλλέτης λέγει: «δυνάμεθα να θέσωμεν διάκρισίν τινα, τίς έστιν Έλλην και τίς ουκ έστιν Έλλην». Αυτή είναι η αιτία που ο ιστορικός Κωνσταντίνος Παπαρρηγόπουλος εκδιώκεται από το δημόσιο (Τμηματάρχης του Υπουργείου Δικαιοσύνης και δικαστικός πάρεδρος), δεν ήταν αυτόχθονος Έλληνας, διότι γεννήθηκε στην Κωνσταντινούπολη, αλλά μετ’ ολίγον του ανεγνωρίσθη η Ελληνική υπηκοότης και και επανήλθεν στο Δημόσιο.

    Το 1887 ο Ηπειρώτης ποιητής Κωνσταντίνος Κρυστάλλης καταφεύγει στην Ελλάδα διωκώμενος από τους Τούρκους. «Του κάκου ζητά από τους αρμόδιους να τον βοηθήσουν να σπουδάσει, του κάκου ζητά την Ελληνικήν ιθαγένειαν». Το πρόβλημα που συνάντησαν ο Παπαρρηγόπουλος και ο Κρυστάλλης ήταν, ότι αν και Έλληνες Χριστιανοί ήσαν ετερόχθονες «νεήλυδες» δηλαδή Ρωμαίοι Έλληνες (Ρωμιοί) και όχι αυτόχθονες Έλληνες πολίτες του Ελληνικού κράτους, δεν έλαβαν μέρος στο κατά των Τούρκων αγώνα μέχρι το 1829 και δεν εγκαταστάθηκαν μέχρι το 1837 στο Ελληνικό κράτος, ως εκ τούτου δεν είχαν τα ίσα δικαιώματα με τους αυτόχθονες.

    Οι βαλκανικοί πόλεμοι και η εδαφική επέκταση της Ελλάδας, αυτήν την θέση περί Ελλήνων και Ρωμαίων Ελλήνων (Ρωμιών) την έθεσαν σε αχρηστία. Η Μικρασιατική καταστροφή του 1922, όμως, την επανέφερε στο προσκήνιο. Οι πληθυσμιακές ανταλλαγές μεταξύ Ελλάδας και Τουρκίας έγιναν βάσει θρησκείας και όχι βάσει της εθνικής συνειδήσεως. Μεγάλος χαμένος μόνο ο Ελληνισμός, αφού έφυγαν από την Ελλάδα 400.000 Μουσουλμάνοι, πολλοί από τους οποίους ήσαν Έλληνες καθαρής εθνικής συνειδήσεως (Βαλλαχάδες της Κοζάνης, Ιωαννίτες Ελληνόφωνοι Μουσουλμάνοι της Ηπείρου, οι Βλαχόφωνοι Μουσουλμάνοι «Μεγγλενίτες» που κατοικούσαν στην Αλμωπία, αλλά και πιο νωρίς όταν έφυγαν από την Κρήτη και οι εξισλαμισμένοι Τουρκοκρητικοί που κατοικούν σήμερα στην Τουρκία, στην Συρία (Χαμιντιέ) και στην Λιβύη (στην Τουρκία το 1914-19 αριθμούσαν 53.926).

    Σ’ αυτούς τους εξισλαμισμένους Έλληνες φύτευσαν οι Τούρκοι εθνική συνείδηση, αλλά και το μίσος απέναντι στην Ελλάδα που τους απαρνήθηκε. Από την Τουρκία το 1922 έφυγαν 1.500.000 Έλληνες που σαν πρόσφυγες μετοίκησαν στην Ελλάδα και λιγότεροι μετοίκησαν στην Σοβιετική Ένωση, στην Βουλγαρία, Ρουμανία και λιγοστοί σαν Μετανάστες κατέφυγαν στην Αμερική.

    Το 1914-15 στην Μικρά Ασία κατοικούσαν οι κάτωθι:

    α) Έλληνες: Χριστιανοί Ορθόδοξοι 2.568.351, Διαμαρτυρόμενοι 5.500, Χριστιανοί Καθολικοί 18.000, Μελχίτες 14.461, Έλληνες πολίτες 54.004. Σύνολον 2.660.316

    β) Χριστιανοί ακαθόριστης εθνότητας: Κόπτες 2.379, Δυτικοί Λατίνοι 7.640. Σύνολον 10.019

    γ) Αρμένιοι: Γρηγοριανοί 617.457, Καθολικοί 11.653, Διαμαρτυρόμενοι 8.158. Σύνολον 637.268

    δ) Αθίγγανοι: 74.221
    ε) Εβραίοι (Ιουδαίοι): 56.970
    στ) Τούρκοι-Οθωμανοί: 1.802.697
    ζ) Μουσουλμάνοι Σλάβοι: 64.462 (βόσνιοι, ερζεγοβίνιοι)
    η) Διάφοροι Ευρωπαίοι: 30.397
    θ) Μουσουλμάνοι Τάταροι: 68.487
    ι) Πέρσες (Σιϊτες): 10.051
    ια) Κούρδοι: 119.834
    ιβ) Κιρκάσιοι: 433.582

    Σύνολον 2.660.701

    ιγ) Μουσουλμανοφανείς ή Τουρκοφανείς Έλληνες και Φρυγοπελασγοί: - Κρήτες 53.923- Γιουρούκοι 1.291.861- Ερυθρίνοι (Κιζίλ-Μπάς) 384.834- Δερβίσιοι 173.825- Λύκιοι 95.000- Πισίδες 85.000- Λυκάονες 70.040- Πάμφυλοι 90.004- Γαλλογραικοί 95.000- Τροκμηνοί 95.000- Ίσαυροι, Καππαδόκες 225.000- Βιθυνοί 200.000- Μεσοχαλδηνοί 80.000- Λαζοί 125.000- Σαννοί 303.955- Κόλχοι, Αβασγοί 210.510- Γεωργιανοί 55.000- Ανσαρίτες 64.000- Ζεϊμπέκοι (Θράκες) 39.880- Αλβανοί 5.300- Πομάκοι (Θράκες) 85.823

    Σύνολον 3.828.958

    ιδ) Σύριοι Αραβόφωνοι:- Χριστιανοί ορθόδοξοι 27.513- Μαρωνίτες 8.314- Ιακωβίτες 15.481- Χαλδαίοι 16.434

    Σύνολον 67.741 Γενικό σύνολο πληθυσμού Μ. Ασίας 9.865.003.

    Εκτός από τους 2.660.316 Έλληνες Χριστιανούς, υπήρχαν και 500.000 περίπου Κρυπτοχριστιανοί, που συγκαταλέγονται στους Μουσουλμανοφανείς πληθυσμούς.

    Η Συνθήκη Ειρήνης των Παρισίων έκανε ειδική μνεία γι’ αυτούς και όριζε ειδική πρόνοια που δεν πραγματοποιήθηκε ποτέ. Οι περισσότεροι Κρυπτοχριστιανοί κατοικούσαν στον Πόντο, δεν μπορούσαν να εγκαταλείψουν τον Μωαμεθανισμό, διότι σύμφωνα με τον οθωμανικό κώδικα υπήρχε η ρητή διάταξη που όριζε την ποινή του θανάτου για τους Χριστιανούς που γίνονταν Μουσουλμάνοι και αργότερα επέστρεφαν στην παλιά τους πίστη. Επίσης ο οθωμανικός κώδικας όριζε ότι τα παιδιά Χριστιανού και Μωαμεθανής δεν επιτρέπετο να γίνουν Χριστιανοί. Μετά τον Κριμαϊκό πόλεμο, οι Τούρκοι υποχρεώθηκαν να δεχτούν την αποκατάσταση των Κρυπτοχριστιανών ως Χριστιανών. Στον Πόντο ορίστηκαν επιτροπές που θα έκαναν την μεταγραφή τους. Επειδή όμως προσήλθαν πάρα πολλοί που δήλωναν ότι είναι Χριστιανοί και άλλαζαν τα ονόματά τους σε Χριστιανικά, οι Τούρκοι, για να αποτρέψουν αυτό το φαινόμενο, περιόρισαν τον χρόνο της μεταγραφής, ενώ οι επιτροπές χρονοτριβούσαν εσκεμμένα και δεν έκαναν δεκτές χιλιάδες αιτήσεις. Όταν έληξε ο χρόνος μεταγραφής των Κρυπτοχριστιανών σε Χριστιανούς, παρά τις διαμαρτυρίες, οι επιτροπές έκλεισαν και απαγορεύτηκαν οι μεταγραφές διότι δεν εδόθη καμμιά χρονική παράταση.

    Το 1899 και το 1902, στο Βιλαέτι της ’γκυρας και στην περιοχή Ακ-Ντάγκ-Μάντεν, 1000 Κρυπτοχριστιανοί, που ονομάζοντο Σταυριώτες, διακήρυξαν πως είναι Χριστιανοί δημοσίως, αρνήθηκαν τα Μουσουλμανικά ονόματά τους και αρνήθηκαν να γράψουν τα παιδιά τους με Μουσουλμανικά ονόματα. Οι Τούρκοι αντέδρασα, όχι μόνο δεν τους αναγνώρισαν σαν Χριστιανούς αλλά συνέλαβαν και 19 προκρίτους που τους φυλάκισαν-εξόρισαν.

    Το 1918 (στοιχεία του Υπουργείου Εξωτερικών της Ελλάδας) ο Μητροπολίτης Νικοπόλεως-Κολονίας Πολύκαρπος διαμαρτύρεται στο Οικουμενικό Πατριαρχείο ότι λόγω των Τουρκικών πιέσεων οι Χριστιανοί κατά χιλιάδες αλλαξοπιστούν για να γλυτώσουν (περιοχές Σαμψούντας, Τοκάτης). Ο Μητροπολίτης Αμισσού Καραβαγγέλης (Μακεδονομάχος) το 1925 πληροφορεί το Υπουργείο Εξωτερικών ότι στην Σινώπη το 1918 οι κάτοικοι δύο χωριών για να γλυτώσουν τις σφαγές αλλαξοπίστησαν. Το 1925 η Μικτή Επιτροπή ανταλλαγής πληθυσμών (Έλληνες-Τούρκοι) αρνήθηκε σ’ αυτούς τους κατοίκους των δύο χωριών να έλθουν στην Ελλάδα, διότι εγγράφησαν πλέον σαν Τούρκοι (αριθμός εγγράφου 2.153).

    Το 1928 υπήρχαν καταγγελίες προς το Ελληνικό Υπουργείο Εξωτερικών πως στην περιοχή Ματσούκας εξισλαμίζουν τους κατοίκους με τη βία. Το 1948-49 οι Κρυπτοχριστιανοί του Πόντου μέσω του Οικουμενικού Πατριαρχείου ζητούν να έλθουν στην Ελλάδα. Υπάρχει όμως η Ελληνοτουρκική φιλία και το Ελληνικό κράτος δεν κάνει το αίτημά τους αποδεκτό.

    Το 1922-23 οι Κρυπτοχριστιανοί του Πόντου δεν ήλθαν στην Ελλάδα. Το εμπόδιο ήταν ότι είχαν ταυτότητες με Τουρκικά ονόματα και είχαν Τουρκική καταγωγή.


    Το 1914-1919 στο βιλαέτι Τραπεζούντος κατοικούσαν:

    - Έλληνες ορθόδοξοι 404.633- Μεσοχαλδηνοί 80.000- Κόλχοι (Μιγγρελοί) 50.000- Σάννοι 180.000- Λαζοί 120.000- Κιρκάσιοι, Αππαϊτες, Αβασγοί 79.000- Τούρκοι-οθωμανοί 188.521- Ιουδαίοι 400- Αρμένιοι 46.000- Αθίγγανοι 5.000- Γεωργιανοί 55.000Σύνολον 1.208.554

    Στο θέμα Σεβάστειας:

    - Έλληνες Χριστιανοί 180.000- Κόλχοι (Μιγγρελοί) 60.000- Ερυθρίνοι (Κιζίλ-Μπάς) 279.834- Γιουρούκοι (Παφλαγόνες, Χάλυβες) 86.000- Αφσάροι (Ίσαυροι-Καππαδόκες) 25.000- Κιρκάσιοι, Αππαϊτες, Αβασγοί 70.000- Κόπτες 400- Αρμένιοι 170.433- Ιουδαίοι 400- Τροκμηνοί 15.000- Τάταροι 20.000- Τούρκοι-οθωμανοί 150.433
    Σύνολον 1.057.500

    Στο βιλαέτι Αγκύρας:- Έλληνες Χριστιανοί 107.798- Ερυθρίνοι (Κιζίλ-Μπάς) 55.000- Γιουρούκοι 85.000- Αφσήροι 100.000- Γαλλογραικοί 150.000- Δερβίσες 49.500- Τροκμηνοί 100.000- Αρμένιοι 94.200- Ιουδαίοι 478- Αθίγγανοι 2.424- Ευρωπαίοι 400- Τούρκοι-οθωμανοί 129.732
    Σύνολον 874.532

    Στο βιλαέτι Κασταμονής:
    - Έλληνες ορθόδοξοι 134.919- Γιουρούκοι (Παφλαγόνες, Χάλυβες, Λύκιοι) 240.503- Σάννοι (Τσάννοι) 123.955- Κόλχοι (Μιγγρελοί) 100.510- Κιρκάσιοι, Αππαϊτες, Αβασγοί 40.000- Τούρκοι-οθωμανοί 112.915- Αρμένιοι 2.647- Βιθυνοί 260.000- Κόπτες 2.079- Αθίγγανοι 1.875- Ιουδαίοι 1.300
    Σύνολον 960.709

    Στην ευρύτερη περιοχή του Πόντου κατοικούσαν 4.101.286, από τους οποίους οι 827.350 ήσαν Έλληνες Χριστιανοί, οι 581.601 ήσαν Τούρκοι και οθωμανοί, οι 233.270 Αρμένιοι Χριστιανοί, Τάταροι και Κιρκάσιοι μέτοικοι, 209.000 Αθίγγανοι, 9.299 Ιουδαίοι, 2.578 Ευρωπαίοι, 400 λοιπές εθνότητες, 2.237.788 Μουσουλμανοφανείς ή Τουρκοφανείς.

    Το 1876 σύμφωνα με την μελέτη του Έλληνα προξένου στην Τραπεζούντα (που στέλνει στον Υπουργό Εξωτερικών Κοντόσταυλο) και σύμφωνα με ευρωπαϊκές στατιστικές στον Πόντο κατοικούσαν:

    α) Θρησκευτικά
    - Μουσουλμάνοι 470.000
    - Χριστιανοί 190.000
    - Γρηγοριανοί Αρμένιοι 40.000
    - Καθολικοί Αρμένιοι 20.000
    - Διαμαρτυρόμενοι 1.000
    - Κιρκάσιοι 47.000
    Σύνολο: 768.000

    β) Γλωσσικά
    - Τουρκόφωνοι 390.000
    - Ελληνόφωνοι 230.000
    - Λαζοί 30.000
    - Αρμένιοι 50.000
    - Κούρδοι 21.000
    - Κιρκάσιοι 47.000
    Σύνολο: 768.000

    γ) Εθνολογικά
    - Τούρκοι-οθωμανοί 192.000
    - Έλληνες 330.000
    - Αρμένιοι 50.000
    - Κούρδοι 21.000
    - Τροκμηνοί-Τσεκμίδες 48.000
    - Κιρκάσιοι 47.000
    - Τσεπίδες 30.000
    - Λαζοί-Αδελάδες 50.000
    Σύνολον 768.000

    Το 1914 επίσημη στατιστική (Οικουμενικού Πατριαρχείου) έλεγε:

    - Έλληνες Χριστιανοί 696.495
    - Μωαμεθανοί 1.006.000
    - Αρμένιοι 60.000
    - Διαμαρτυρόμενοι 5.000 Θρησκευτικό σύνολο: 1.767.495

    - Έλληνες 925.000
    - Τούρκοι 773.000
    - Αρμένιοι 60.000
    - Ευρωπαίοι 5.000 Εθνικό σύνολο: 1.767.000

    Σύμφωνα με το Οικουμενικό Πατριαρχείο, εκτός από τους 696.495 Χριστιανούς Ορθόδοξους υπήρχαν 43.000 Κρυπτοχριστιανοί και 190.000 Μωαμεθανοί. Στο συνέδριο Ειρήνης στο Παρίσι, οι Τούρκοι καθόριζαν εγγράφως πως οι Έλληνες κάτοικοι του Πόντου ήσαν μόνο 200.000. Αλλά όταν ο Νεότουρκος Κιαμήλ Μπέης, ήταν πρωθυπουργός είδε να εκλέγονται 7 Έλληνες βουλευτές (100.000 Τούρκοι για κάθε βουλευτή). Αργότερα όμως, οι Τούρκοι θέλοντας να δικαιολογήσουν την γενοκτονία που είχαν εφαρμόσει στους Έλληνες, μείωναν τον αριθμό ώστε μέχρι σήμερα δεν αναγνωρίζεται η γενοκτονία (μέχρι την ημερομηνία γραφείς του παρόντος άρθρου).

    Σήμερα στον Πόντο, υπάρχουν οι Ελληνόφωνες περιοχές Τόννας, Ματσούκας, Όφρυος. Πλήρη στοιχεία δεν υπάρχουν, αλλά με μέτριους υπολογισμούς οι Ελληνόφωνοι και οι Τουρκόφωνοι Μουσουλμάνοι Κρυπτοχριστιανοί, που έχουν ελληνική συνείδηση, στον Πόντο, υπερβαίνουν το 1.000.000. Έχουν τα Ελληνικά ήθη και έθιμα, την ελληνική λαϊκή παράδοση, τον ελληνικό πολιτισμό και κουλτούρα, καθημερινά στην πλειοψηφία τους χρησιμοποιούν την ποντιακή ντοπιολαλιά, έχουν την ίδια μουσική, τον χορό και τα ίδια τραγούδια με τους αδελφούς τους που κατοικούν στην Ελλάδα και στην πρώην Σοβιετική Ένωση. Στον Πόντο, όπου η Τόννα είναι η αρχαία Θοανία, το Ισκεντερλί, το Αλεξανδρινό, η Σαμψούντα , η Αμισός, στα χωριά όπου κατοικούν οι Ελληνόφωνοι Μουσουλμάνοι, αμιγώς χωρίς προσμίξεις μ’ άλλους πληθυσμούς, στις περιοχές Ματσούκας και Όφρυς κατά την πολιτισμική γενοκτονία, αλλάχτηκαν όλα τα Ελληνικά ονόματα των χωριών και περιοχών, κατέστρεψαν τις εκκλησίες αν και ήσαν ερειπωμένες και εξαφάνισαν κάθε τι που θυμίζει Ελληνικό στοιχείο.

    Ακόμη και σήμερα κατοικούν Τσαρκαλήδες στην Μπάφρα, στην Σαμψούντα, στην Τοκάτη, στο Ερζερούμ και στην Θεοδοσούπολη. Οι Τσαρκαλήδες είναι οι Πόντιοι που τον 17ο αιώνα αναγκάσθηκαν από τους Τούρκους να μιλούν την Τουρκική γλώσσα. Το 1829 ίδρυσαν στην περιοχή της Τσάλκας κοντά στην Τυφλίδα (Γεωργία) 43 Ελληνικά χωριά τους. Είναι οι Τουρκόφωνοι Χριστιανοί, που το 1974 ζητούσαν την άδεια από την Σοβιετική Ένωση να έλθουν στην Ελλάδα για να πολεμήσουν τους Τούρκους που είχαν εισβάλει στην Κύπρο.

    Σήμερα στον Πόντο οι Ελληνόφωνοι τονίζουν δημόσια «Εμείς είμαστε Ρούμτσοι, Έλληνες σαν εσάς», διευκρινίζουν ότι δεν είναι Τούρκοι, αν και Μουσουλμάνοι, αλλά Έλληνες γηγενείς. Αρκετοί μάλιστα λένε «δεν είμαστε Χριστιανοί μα ούτε και Μουσουλμάνοι. Ευρισκόμαστε πάνω σε μια γέφυρα με κομμένες τις άκρες της. Αν και Έλληνες δεν έχουμε καμιά επαφή με τους Χριστιανούς γιατί τα αδέλφια μας έφυγαν, ενώ με τους Τούρκους δεν θέλουμε να έχουμε καμιά σχέση». («Έλληνοι είμαστε, ούτε χριστιανοί ούτε μουσουλμάνοι»).

    Το 1923 όταν κατέφυγε στην Ελλάδα ο Αντικεμαλικός Ντεμάλ Νουζιέ (σύμβουλος του Σουλτάνου), μέσα από 47 σελίδες καταγγέλλει την γενοκτονία που εφάρμοσαν οι Νεότουρκοι στον Ελληνισμό της Μ. Ασίας. Ο Μουσταφά Κεμάλ με τους Τσέτες του από τον Φεβρουάριο μέχρι τον Αύγουστο προέβη σε σφαγές και εκτοπίσεις. Μόνο στην περιοχή της Μπάφρας 6.000 Χριστιανοί κάηκαν μέσα στις εκκλησίες σε μία νύχτα. 1.280 επίσημοι-πρόκριτοι στον Πόντο θανατώθηκαν.
    Η έκθεση του Ντεμάλ Νουζιέ (47 σελίδες) ευρίσκεται αραχνιασμένη και σκονισμένη σ’ένα συρτάρι μιας Δημόσιας Ελληνικής υπηρεσίας. Η Ελλάδα θέλει να εφαρμόσει μια επιθετική εξωτερική πολιτική, η Τουρκία φωνάζει για τα ανθρώπινα δικαιώματα των Μουσουλμάνων της Ελληνικής Θράκης και για τα δικαιώματα αυτοδιαθέσεως των τουρκοκυπρίων, εμείς όμως ακόμα ξεχνούμε και την ύπαρξη των σκλαβωμένων και ξεχασμένων αδελφών μας στην Τουρκία.

    1.500.000 Ελληνόφωνοι και Τουρκόφωνοι Μουσουλμάνοι και Κρυπτοχριστιανοί προσμένουν ένα χαμόγελο από την Μάνα Ελλάδα και λίγο ενδιαφέρον.


Πέμπτη 10 Απριλίου 2008

Das deutsche Griechenlandbild

Das deutsche Griechenlandbild
Eberhard Rondholz, Journalist
Anlässlich von Staatsbesuchen werden die bilateralen Beziehungen von Gast und Gastgeber in den Kommuniqués in der Regel ausgezeichnet genannt, so war es auch, als Johannes Rau Anfang April 2000 in Griechenland war. Die kleinen Probleme, die es doch immer gibt, wurden ausgespart. Wir brauchen hier diplomatische Rücksichten nicht zu nehmen, können Klartext reden, was die real existierenden Probleme angeht. Zum Beispiel das Problem, das mittelbar etwas zu tun hat mit dem Kranz, den der deutsche Bundespräsident in Kalavryta niedergelegt hat: es gibt immer noch griechische Entschädigungsansprüche aus der Besatzungszeit. "Durch Zeitablauf erledigt", hört man von offizieller deutscher Seite, auf griechischer Seite gibt es eine andere Rechtsauffassung, bekanntlich, und was der Areopag dazu meint, wissen wir mittlerweile: Die Kläger aus Distomon haben Recht bekommen.
Warum in die bilateraleKulturpolitik investieren?
Im Vordergrund aber steht: die Wirtschaftsbeziehungen sind bekanntlich bestens, Hochtief machte blendende Geschäfte in Griechenland, die deutsche Rüstungsindustrie auch, und der deutsche Griechenland-Tourismus boomt. Warum also sich Sorgen machen um das Bild, das die beiden Partnerländer vom je anderen haben, um die Image-Pflege, die auch etwas mit auswärtiger Kulturpolitik zu tun hat - warum also in die bilaterale Kulturpolitik investieren?
Eins scheint jedenfalls festzustehen: der Stellenwert, den die amtierende deutsche Regierung der auswärtigen Kulturpolitik in Richtung Griechenland derzeit beimisst, scheint nicht allzu groß zu sein. Zum Beispiel: zwei Goethe-Institute in Griechenland sind geschlossen worden, und haushaltspolitische Gründe konnten da nicht ausschlaggebend gewesen sein - die Institute von Patras und Chania verursachten für ihre Programmarbeit keine nennenswerten Kosten, wenn man die Einnahmen aus Deutschkursen und Deutschprüfungen dagegensetzt; oder dies: um ein Haar wäre das griechische Programm des deutschen Auslandssenders "Deutsche Welle" eingestellt worden, die diesbezügliche Entscheidung wurde erst in letzter Minute aufgehoben.
Zwei Aktivposten für das Deutschlandbild
Dabei sind sowohl die Arbeit des Goethe-Instituts als auch das griechische Programm der "Deutschen Welle" (DW) Aktivposten, was das Deutschlandbild der Griechen angeht - sie spielten und spielen in der Wahrnehmung Deutschlands hier in Griechenland, wie ich von vielen Griechen immer wieder gehört habe, eine wichtige Rolle. Dies galt besonders für die Zeit von 1967 bis 1974, die Zeit der Obristenherrschaft. In diesen sieben Jahren, in denen die Regierung in Bonn als loyaler Junior-Partner der NATO-Führungsnation USA mehr oder weniger offen die mit NATO-Hilfe installierte Junta unterstützte, war das Goethe-Institut wiederholt Gastgeber für Begegnungen deutscher und griechischer Intellektueller, die sowohl das Obristen-Regime als auch die deutsche Botschaft nicht gerne gesehen haben, um mich sehr vorsichtig auszudrücken. Und das griechische Programm der DW war, noch vor den entsprechenden Programmen von BBC und Radio Moskau, ein wichtiges Forum des griechischen Widerstandes gegen die Junta, sehr zum Ärger der Obristen und der Bonner Regierung - der damalige Leiter des griechischen Programms der DW, Kostas Nikolaou, wurde gemaßregelt.
Otto-Normalverbraucher und sein Griechenlandbild
Immerhin, das Athener Goethe-Institut ist noch da. Griechenland ist dagegen, was seine Bemühungen um sein auswärtiges Image angeht, wesentlich schlechter dran. Es verfügt über keine dem Goethe-Institut vergleichbare Institution, womit ich der griechischen Kulturstiftung nicht zu nahe treten möchte. Nun ist aber für kleine Länder das Image bei den anderen sehr, sehr wichtig, und das Image, das Griechenland in der deutschen Presse genießt, ist in der Regel denkbar schlecht, es gibt darüber Untersuchungen. Dennoch unternehmen die zuständigen griechischen Institutionen ziemlich wenig, an der Verbesserung dieses Bildes zu arbeiten, ich habe, als Journalist, in den letzten zwei, drei Jahren von der griechischen Pressearbeit nichts mehr wahrgenommen, bis auf ein paar völlig nutzlose, dünne Drucksachen alle paar Monate. Die wesentlichen positiven image-bildenden Faktoren sind zur Zeit ganz andere, vor allem die folgenden zwei: Die professionell gestalteten farbigen Anzeigen der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr und des bekannten Anisschnapses mit der "12" auf dem Etikett. Das ägäische Licht, die Kykladen, ein paar antike Tempel, Tavernenstühle vor malerischen Strandkulissen - kurz: Griechenland als Produzent sommerlicher Urlaubsfreuden, so wird es in Deutschland zur Zeit vor allem wahrgenommen.
Das war nicht immer so. Man erinnere sich aber daran, wer die wichtigsten Image-Bildner für Griechenland in den 50er, 60er Jahren waren (ich meine jetzt nicht bei den informierten Intellektuellen): Da war jener amerikanischer Schauspieler in einem Film nach einem griechischen Roman - der fröhliche Anarchist Alexis Sorbas, der Sirtaki tanzt, einen angeblichen griechischen Volkstanz, der extra für Anthony Quinn erfunden wurde. Der Sorbas-Film, der Sorbas-Tanz von Mikis Theodorakis, vielleicht noch das "Buch zum Film" von Nikos Kazantzakis, in dem die Griechen als halbzivilisierte Barbaren dargestellt werden, die einer etwas leichtlebigen Witwe die Kehle durchschneiden oder gierig über die Habe einer im Sterben liegenden alten Frau herfallen - so entstand ein Bild vom modernen Griechen in unseren Köpfen. Und da war noch diese Hafennutte aus Piräus, gespielt von Melina Merkuri - "Sonntags nie", man erinnert sich, und eine weltberühmte Melodie dazu, deren Komponist in Deutschland kaum einer kennt, obwohl man ihn kennen sollte, als Schöpfer einer Menge schöner Kompositionen aus dem Bereich der sogenannten E-Musik. Und da sieht es sowieso schlecht aus: den Namen Skalkotas kennen in Deutschland nur Eingeweihte, und den Namen des Komponisten Mamangakis hat man vielleicht mal im Abspann einer beliebten deutschen Fernsehserie gesehen, er schreibt, um Geld zu verdienen, wie vor ihm schon der Manos Hadjidakis, gelegentlich Filmmusiken.
Unbemerkter Skandal:Aus Roidis wird Jarry
Mit der Literatur steht es nicht viel besser. Nikos Kazantzakis - den kennt man vielleicht noch, als Autor des Romans "Alexis Sorbas". Bekannt sind dann im wesentlichen noch drei Dichter - zwei, weil sie Nobelpreisträger wurden (Jorgos Seferis und Odysseas Elytis), und der dritte hat gerade so etwas wie eine internationale Renaissance erlebt - Konstantin Kavafis. Im übrigen aber kann man als Verleger in Deutschland davon ausgehen, dass die Namen griechischer Schriftsteller nur wenige Eingeweihte kennen, das gilt auch für den Namen Emmanuil Roidis, der einen der bedeutendsten Romane der modernen griechischen Literatur geschrieben hat, ein Stück Weltliteratur, darf man ohne Übertreibung sagen: Die Päpstin Johanna. Vor kurzem erschien nun in Deutschland ein Buch im Handel mit eben diesem Titel. Als Autor stand allerdings der Name Alfred Jarry auf dem Buchdeckel. Aha, dachte ich, hat also auch der Franzose Alfred Jarry eine "Päpstin Johanna" geschrieben, der Stoff hat ja immer wieder bedeutende Autoren angeregt. Doch wenn man das Buch dann aufschlägt, steht auf dem Innentitel der Name des wirklichen Autors, und der Zusatz: aus dem Griechischen übersetzt von Alfred Jarry und Jean Saltas, darunter: aus dem Französischen übersetzt von Klaus Völker. Die deutsche Übersetzung einer französischen Bearbeitung einer Interlinear-Übersetzung aus dem Griechischen - so etwas ist nicht so selten, aber dass der prominente französische Übersetzer quasi zum Urheber des Werks avanciert, als sei erst durch seine Bearbeitung ein bedeutendes literarisches Werk aus dem Roidis-Roman geworden - das ist schon ein kleiner literarischer Skandal: Aber dass man sich als Verleger so etwas leisten kann, das zeigt, wie wenig präsent die neugriechische Literatur in der deutschen Öffentlichkeit offenbar ist.
Negativ-Image mit tiefsitzenden Wurzeln
Gewiss - es gibt in Deutschland eine Menge gebildete Leute, die etwas mehr über Griechenland und seine Kultur wissen, es gibt in großer Zahl (aber in nur sehr kleiner Auflage in der Regel) Übersetzungen griechischer Autoren, in den letzten Jahren gibt es auch vermehrt gute Reisebücher, die den informationshungrigen Touristen kompetent informieren. Aber es gibt auch etwas anderes: es gibt ein tief sitzendes Negativ-Image vom modernen Griechenland, das vor allem im 19. Jahrhundert seine Wurzeln hat, wenn auch nicht nur. Und das hat etwas mit einer verlorenen Illusion, mit einer enttäuschten Liebe zu tun. Die vielen deutschen Intellektuellen, die sich zu Anfang des 19. Jahrhunderts als "Philhellenen" in schwärmerischer Leidenschaft für die Befreiung der Griechen vom Osmanenjoch einsetzten, waren plötzlich zutiefst enttäuscht, als nach der Befreiung Griechenlands ihnen ein Neugrieche entgegentrat, der ihren eigenen romantischen Vorstellungen herzlich wenig glich.
Der Fall Fallmerayer undseine Auswirkungen
Und dann kam einer, der dieser Enttäuschung wortreich Ausdruck verlieht, Fallmerayer hieß der Mann, dessen Namen in Griechenland fast jeder kennt, nur lesen tut ihn keiner, und dabei wäre es gut, seine Schriften sorgfältig zu studieren, denn der Mann hat das Bild vom Neugriechen in den deutschsprachigen Ländern nachhaltig geprägt. Heute liest ihn auch in Deutschland keiner mehr, aber seine Thesen haben in vielen Schriften anderer Autoren ihren Niederschlag gefunden, wurden immer wieder reproduziert, bis heute. Weniger wichtig ist dabei das, was er über den von ihm konstatierten Untergang der griechischen "Rasse" verfasst hat, als seine Auslassungen über den Kampf zwischen katholischem Abendland und orthodoxem Osten. Wobei die christlich-orthodox geprägten Länder für ihn den Abgrund alles Bösen und Schlechten darstellen, er ortet im orthodoxen Russland eine "Vertierung und Versumpfung des menschlichen Geschlechts", die lateinische Zivilisation müsse deshalb kämpfen gegen die "bleierne Orthodoxie von Byzanz", und die ist für ihn ein nie schlafender Feind. Dass es Fallmerayer da hauptsächlich um den Feind in Moskau ging, ändert nichts an der Tatsache, dass das anti-orthodoxe, aus einem katholischen Milieu stammende Vorurteil auch auf die anderen orthodoxen Länder projiziert wurde und wird. Das Gerede von der griechischen Sonderrolle im Balkankrieg, die etwas mit der griechisch-serbischen konfessionellen Verbundenheit zu tun habe, kommt nicht von ungefähr.
Es war aber nicht nur der genannte Fallmerayer, der Vorurteile über das moderne Griechenland in die Köpfe gebracht hat. Das antibyzantinische Vorurteil haben auch Historiker wie Georg Stadtmüller transportieren helfen, der den Niedergang von Byzanz auf "rassische Entartung" zurückführte. Überhaupt hat Griechenland bis heute unter (wissenschaftlich) unhaltbaren Negativ-Urteilen über alles Byzantinische zu leiden. Dabei war Byzanz ein wohlorganisiertes Staatswesen mit einem hochentwickelten Rechts- und Wirtschaftssystem, wie anders hätte dieses Reich sonst das ehrwürdige Alter von 1000 Jahren erreichen und das klassische hellenische Erbe bewahren und weitergeben können.
Die "Abendland-Ideologie"und ihr langes Leben
Bei all diesen Vorurteilen spielt der alte religiöse Gegensatz Katholizismus und Orthodoxie bis heute eine nicht zu unterschätzende Rolle. In säkular verkleideter Form findet er sich in dem in der Neuzeit gern beschworenen Gegensatz Abendland-Osteuropa wieder. Da wird eine Grenze aufgerichtet, die mit den übrigen orthodox geprägten Ländern Europas oft auch Griechenland als nicht zum Abendland gehörig ausgrenzt. So konnte man vor ein paar Jahren wiederholt in deutschen Zeitungen, z.B. in der "Süddeutschen Zeitung", lesen, Griechenland habe in Europa nichts zu suchen, weil es als orthodoxes Land so wichtige abendländische Entwicklungen wie Renaissance und Aufklärung nicht mitgemacht habe. Dazu ein etwas älteres Zitat: "Die Grenze zwischen Asien und Europa liege dort, wo die orthodoxe Kirche aufhöre. Denn nur das Gebiet diesseits dieser Grenze habe an der europäischen kulturellen Entwicklung und all ihren großen Begebenheiten, wie der Reformation, der Renaissance usw. Anteil gehabt." Dieses Zitat stammt aus dem Jahr 1942, es ist eine Äußerung von Adolf Hitler. Natürlich hat der Journalist der Süddeutschen Zeitung seine Erkenntnisse über Europas Grenzen nicht von Adolf Hitler bezogen, das Zitat soll nur zeigen, wie weit verbreitet diese Abendland-Ideologie war und ist.
Vorurteile über die modernen Griechen werden in Deutschland selbst noch durch die Trivialliteratur transportiert. So hat auch der in Deutschland bis heute in Massenauflagen verbreitete Karl May mit seinen Kara ben Nemsi-Romanen zu einem negativen Griechenland-Bild beigetragen - in seinen Balkan-Büchern tauchen Griechen ausschließlich als verschlagene, tückische Individuen auf, als schmuddelige, betrügerische Spelunkenwirte, die vor keinem Verbrechen zurückschrecken, und man sollte die Wirkung der Trivialliteratur nicht unterschätzen.
Eine Insel auf demzerrütteten Balkan
Was die merkwürdigen, romantischen Hellas-Schwärmereien von Autoren wie Gerhart Hauptmann oder Erhart Kästner angerichtet haben, davon soll hier nicht die Rede sein, sie haben jedenfalls auf ihre Weise zu einem ziemlich schiefen Griechenland-Bild beigetragen. Alles nicht so schlimm, mag man einwenden, zur Zeit steht Griechenland mit seiner Reform-Regierung unter der Führung des Modernisierers Simitis insgesamt gut da, die ewigen griechisch-türkischen Querelen scheinen beigelegt zu sein, der Konflikt zwischen Athen und Skopje ebenso, mit Albanien hat man sich über die Wanderarbeiterfrage geeinigt, für böse antigriechische Kommentare findet die deutsche Presse z.Z. wenig Anlass. Vor allem: Griechenland ist wirtschaftlich und politisch eine Insel der Stabilität in der Balkan-Region, und von der Ausgrenzung Griechenlands aus Europa ist im Moment keine Rede mehr.
Interkultureller Dialog ist Gebot der Stunde
Aber das kann sich alles schnell wieder ändern. Umso wichtiger ist der interkulturelle Dialog, nicht nur in den bilateralen Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland. Von den Regierungen sollte man hinsichtlich der Pflege der wechselseitigen Kulturbeziehungen nicht allzu viel erwarten. Die Initiative der Intellektuellen, nicht zuletzt der Pädagogen, ist hier gefragt, sie sollten sich um den Abbau von Stereotypen und Missverständnissen bemühen. Wobei man sich über schnelle Erfolge keine Illusionen machen sollte. Es gehört zur Natur des Vorurteils, dass es tief sitzt und keinen rationalen Hintergrund hat, das unterscheidet das Vorurteil vom Urteil. Arbeiten wir also daran, auch in den deutsch-griechischen Kulturbeziehungen, die Urteilskraft über das Vorurteil siegen zu lassen. Wechselseitige Information vermag doch eine ganze Menge, und ich erinnere in diesem Zusammenhang an die erfolgreichen Bemühungen des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig um bessere wechselseitige Informationen in polnischen und deutschen Schulbüchern. Ein fruchtbarer Ansatz, es gibt solche Bemühungen inzwischen auch für eine ganze Reihe anderer Länder. Patentrezepte aber gibt es nicht. Nur soviel: der von Samuel Huntington konstatierte (wenn nicht gar propagierte) "Kampf der Kulturen" sollte nicht das letzte Wort in den Beziehungen der Völker sein. Das Gebot der Stunde ist der interkulturelle Dialog.
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Eberhard Rondholz
Eberhard Rondholz war von 1973 bis zum Frühjahr 2000 als Rundfunkredakteur beim WDR in Köln tätig. Er studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Neugriechische Philologie in Bonn, Köln und Athen. Er publizierte u.a. zur Geschichte und Politik der Balkanländer. Herr Rondholz ist Autor von Rundfunk- und Fernsehfeatures, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen über Politik und Kultur in Griechenland. Eines seiner Spezialgebiete sind Fragen der deutschen Okkupationspolitik in Griechenland. Eine seiner jüngsten Arbeiten dazu erschien unter dem Titel "Rechtsfindung oder Täterschutz? Die deutsche Justiz und die Bewältigung des Besatzungsterrors in Griechenland." Veröffentlicht wurde diese Arbeit im Buch "Von Lidice bis Kalavryta" von Loukia Droulia und Hagen Fleischer, Berlin 1999. Eberhard Rondholz hielt sich mehrfach über einen längeren Zeitraum in Griechenland auf. Im April 1994 sprach er im Athener Goethe-Institut zum Thema "Das Griechenlandbild in den deutschen Medien". Dieser Vortrag ist in einer Tagungsdrucksache des Goethe-Instituts enthalten. In einem Aufsatz setzt er sich mit den in seinem Vortrag angesprochenen "abendländischen" Stereotypen ausführlich auseinander. Vgl.: Abendlaendische Visionen. Alte Ordnungsvorstellungen, neu aufgelegt, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 7/1994, S.862-872.